
Die Rebsorten des Valpolicella
Die Rebsorten des Valpolicella: Corvina, Rondinella, Molinara und Croatina
Von der Corvina, schon früher „Königin der Veroneser Rebsorten“ genannt, werden verschiedene Klone angebaut, alle kräftigwachsend sowie kälte- und krankheitsresistent. Sie bevorzugt steinige Moränen- und Schwemmlandböden in möglicherweise ventilierter Hanglage. Ihre Haltung ist halb aufrecht, die Blätter sind pentagonal und mittelgroß, die Trauben – zylindrisch und pyramidal mit ovalen, blauschwarzen Beeren – werden Ende September/ Anfang Oktober reif. Sie verleiht dem Wein Farbe, Körper und einen anfangs blumigen, nach und nach immer fruchtiger werdenden Duft.
Harmonie und Würze bringt Rondinella, eine ebenfalls kräftige, kälte-, pilzkrankheiten- und parasitenresistente Rebsorte, die auf fast allen Böden gedeiht.
Ihre Blätter sind pentagonal und mittelgroß, die Trauben zylindrisch und mit runden, losen, violett-schwarzen Beeren. Kälteempfindlich ist hingegen die Molinara. Sie hat längliche, mittelgroße Blätter, zylindrische Trauben mit runden, violettroten Beeren und bevorzugt sehr sonnige, trockene und ventilierte Hänge. Sie gibt dem Wein Säure und die charakteristisch feinbittere Note.
Die Croatina stammt aus der zweiten Hälfte des 19. Jh. Man nimmt an, dass sie schon seit dem Mittelalter existiert. Durch ihre Krankheitsunempfindlichkeit wurde sie weit verbreitet.
Die Blätter sind mittel-klein, länglich und pentagonal; die Trauben sind groß, zylindrisch und mitteldicht; die Reben sind mittelgroß, regelmäßig rundlich und stark mit Pruina bezogen. Die Croatina wächst am besten in ziemlich tiefen, tonhaltigem und kalkhaltigem Boden.
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